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3 Ideen für Kreativität zu Coronazeiten

3 Ideen für Kreativität zu Coronazeiten

Sicherlich habt Ihr die erste Corona- Welle genutzt und schon Euren Keller ausgemistet und entsorgt, was möglich und nötig  war. Das habe ich auch gemacht. 

Nun ist die Zeit der äußeren und inneren Verschönerung gekommen, das heißt sich ein bisschen glücklich zu machen. Und wenn Kreativität bei Euch vielleicht auch zum Glücklichsein gehört wie bei mir, dann gehört das Schmücken der Wohnung möglicherweise dazu.

Das letzte, was ich Euch gezeigt habe, war Wandmalerei, um verschiedene Möbel miteinander zu vereinen.

Diesmal habe ich mir eine kleine Besenecke gezaubert, damit ich Schaufel, Besen und Staubwedel immer gleich zur Hand habe, wenn ich sie mal brauche.

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Home Painting in Coronazeiten

Home Painting in Coronazeiten

Was macht Corona mit mir?

Ich kann nicht fragen, was macht Corona mit uns? Denn ich kann nur für mich sprechen. Und das ist schrecklich genug!

Jeden Tag kommen neue Verhaltensregeln- an jedem Tag lauten sie anders. Ich kann ja verstehen, dass wir noch viel lernen müssen und sei das Virus auch noch so klein, was uns da im Augenblick ärgert. 

Doch die Anweisungen sollten auch verhältnismäßig sein. Statt Aufklärungen, die ruhig und klar gegeben werden, gibt es eine ständige Angstmacherei. Ich kenne inzwischen so viele Menschen, große wie kleine, die schon Panik haben und das kleine Virus als Riesenmonster sehen, dass alle frisst. Und das Monster kommt dann Tag und Nacht. Zu jeder Stunde könnte es Dich fressen. Und am besten noch mit dünnen Spinnenbeinen und nicht mit Korken Beinen.

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Paul und Paulchen – Vater und Sohn

Paul und Paulchen – Vater und Sohn

Es war kurz vor seinem Auftritt. Paul blickte wehmütig zum Fenster raus und betrachtete den nahenden Abend. In einer halben Stunde würden die ersten Trompetentöne erklingen, er fröhlich auf die Bühne laufen wie immer und dann als Clown im hellen Scheinwerferlicht stehen. Wie immer würde er das Publikum begrüßen, indem er sein Toupet lüftete, und dann kämen schon die anderen Artisten und Mitmacher angelaufen, um mit großem Hallo “Guten Abend” zu rufen. Dann würden sie im Dunkel verschwinden, während er, Paul, die ersten kleinen Witze machte. Und wenn es ihm gelang, die Menschen schnell auf seine Seite zu bringen, so war der Abend schnell ein Erfolg und die Freude blieb im Publikum.

Heute fiel es ihm besonders schwer, denn es war der erste Todestag seiner Frau. Es schmerzte mehr als am Anfang. Da war er eher erstarrt und konnte es nicht glauben. Auch fühlte er sich allein gelassen, als sei sie nur fort gegangen. Aber sie war nicht nur fortgegangen, sie hatte ihn nicht nur verlassen. Nein, sie war tot: umgefallen und einfach gestorben.

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Ein Gedicht auf der Suche

Ein Gedicht auf der Suche

Sie war 17 Jahre alt und hatte ihr erstes Gedicht geschrieben. Sie las es ihrer Mutter vor. Die sagte: “Ach, zu der Zeit habe ich auch Gedichte geschrieben.” Mehr nicht.

Von Zeit zu Zeit kramte sie das Gedicht wieder heraus und fand es schön. Sie las es ihrem Vater vor. Der meinte: “Aller Anfang ist schwer.” Sie räumte ihr Geschriebenes weg. 

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Das Gewitter

Das Gewitter

Es war lange her, dass es geregnet hatte. Die letzten Wochen, ja fast Monate, fiel nicht mal ein kleiner Schauer. Die Natur dürstete danach. Aber der Himmel blieb blau und nur wenige einsame Wolken zogen darüber hin. Ich war auf dem Weg zum Heuberg und kletterte die letzten Meter bis hinauf zur Hütte. 

Marie war die Sennerin seit vielen Jahren und sie lebte gerne hier oben. „Liebe Marie, schenk mir jetzt ein Glas Buttermilch ein, lass mich wieder empfinden  wie es ist nach langer Wanderung, heimzukommen in ein Haus, das so vertraut ist.“ Marie gab mir ein großes Glas. Und es schmeckte wie früher, wenn ich hier einkehrte. 

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Beschützt in Corona-Zeiten

Beschützt in Corona-Zeiten

Heute morgen war ich nach längerer Zeit mal wieder beim Arzt. Als ich zu ihm in den 7. Stock fahren wollte, sah ich schon mehrere Leute vor dem Fahrstuhl stehen, die mit nach oben genommen werden wollten. Ich dachte mir, „ob wohl der Fahrstuhl klemmen würde oder zu langsam wäre“ und eine leichte Panik stieg in mir auf, weil ein festsitzender Fahrstuhl schon immer ein Albtraum für mich war. Doch weit gefehlt. Am Fahrstuhl hing ein  großes Schild: Bitte nur zwei Personen einsteigen! Wieso das dort stand, obwohl es ein Fahrstuhl für 10 Personen war? Corona und daneben auf einem nicht übersehbaren großen Plakat eine Person mit Maske.

Also ordnete ich mich in die Reihe ein und wartete auf den Moment, wo ich endlich einsteigen durfte. Die Frau, die mit mir einstieg, ging sofort in die äußerste Ecke und wandte sich von mir ab, um die Wand anzustarren. Im 5. Stock stieg sie aus und ging die Fahrstuhlwand entlang, um mich unter keinen Umständen berühren zu müssen.

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Neues Video: Frauen sind Waschteufel

Neues Video: Frauen sind Waschteufel

Mein Mann und ich führten eigentlich recht lange eine sehr glückliche Ehe. Hin und wieder gab es mal ein bisschen Knatsch, der aber meist von mir ausging, weil mein Geliebter anfing, Dinge zu verlegen, manches zu vergessen schien oder auch einfach verschenkte. Mit ihm konnte man sich nicht streiten, so dass ich meist alleine vor mich hin grummelte. Als wir aber in die Jahre kamen, er so um die 75, ich war erst 60, intensivierte sich seine Vergesslichkeiten. Manchmal bemerkte er es gleich, dass er etwas verlegt hatte, ein andermal verdächtigte er mich oder er versteckte das eine oder andere vor mir.

Im folgenden beschreibe ich, wie es dazu kam, ein Buch zu schreiben. Und ein Video mit einem neuen Probekapitel gibt es auch.

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Im Herzen ist sie noch da

Im Herzen ist sie noch da

Der alte Mann war sehr traurig. Seit seine Frau gestorben war, ging ihm nichts mehr von der Hand. Nicht, dass es vorher besser geklappt hätte, weiß Gott nicht. Aber sein Selbstbewusstsein war größer gewesen, denn sie hatten einander komplett gemacht. Doch nun war er allein.  

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Kindermund tut Wahrheit kund

Kindermund tut Wahrheit kund

Meine Schwägerin erzählte mir vor einigen Jahren einmal, wie sie mit ihren Enkelkindern im Auto saß, um von A nach B zu fahren. Die Enkel saßen mit  6 und 8 Jahren noch brav auf dem Rücksitz, wie sich das gehört. Plötzlich fragte der Junge: „Omi, was hast Du da an dem Arm hängen.“ Meine Schwägerin sah ihre Uhr dort baumeln und meinte: „Das ist doch meine Omi-Uhr.“ – „Nein, das meine ich nicht. Ich meine das weiße, es sieht aus wie Haut.” Meine Schwägerin sah auf ihren Arm und erschrak. Die ganze Haut ihres Unterarmes hing runter, blutleer und ohne Fleisch und Muskel. Der Arm war aber nicht etwa krank, sondern nur schlabberig und alt. Sie schluckte und dann meinte sie: „Das ist mein Unterarm.“ – „Aber was ist mit dem Unterarm? Meiner ist nicht so wackelig!“ – „Das glaube ich,“ antwortete meine Schwägerin dann ganz ehrlich und fing dabei an zu lachen: „So sieht die Haut halt aus, wenn man alt wird.“ – „Ach, so,“ gab der Enkel zurück, „das ist also alles.“ Sprachs und wandte sich anderen Dingen zu, während meine Schwägerin noch versuchte, ihre Ärmel weiter runter zu ziehen, was aber nicht gelang. Zu kurze Ärmel sind nun mal zu kurz, um einen langen Arm zu bedecken.

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Keine Zeit zum Träumen

Keine Zeit zum Träumen

Seit Monaten ging es Amalia nicht gut. Mit ihren mittlerweile 76 Jahren hatte sie manch kleines körperliches Problem. Der Blutdruck zu hoch, noch immer Hitzewellen. Zahnprobleme, schwaches Herz, geschwollene Beine und noch einiges mehr. In den letzten Wochen hatte sie viel darüber nachgedacht, wie sie sich ihren restlichen Lebensabend vorstellen könnte. Man kann sich ja mal das eine oder andere wünschen, so dachte sie und begann sich auszumalen, wie langsam oder schnell sie zum Beispiel für immer einschlafen wollte… Auf jeden Fall wollte sie einschlafen ohne Schmerzen, wenn man sich das schon mal so wünschen könnte. Also eigentlich einfach nur einschlafen ohne wieder aufzuwachen. Das aber würde wiederum bedeuten, dass sie schon alles vorbereitet haben müsste für den Tag x, was man so seinen Kindern hinterlassen möchte.

Je einen Brief an jedes ihrer Kinder, dann ein kleines Testament, wo alle ihre wichtigen und liebsten Menschen bedacht werden sollten mit irgendeinem kleinen Erinnerungsstück. Vielleicht noch die Bitte zusammen zu halten, weil das um der Familie willen wichtig sei für jeden, so dass keiner ganz alleine sein würde,  wenn er mal in Not wäre.

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Großmutter allein zu Haus

Großmutter allein zu Haus

Die Kinder und Enkel sind in die Ferien gefahren und ich bin zu Hause und darf die Hunde und Vögel beaufsichtigen. Ist das nun ein sozialer Auf- oder Abstieg, nachdem es früher die süßen Enkel waren, die wir hüten durften. Ich denke, es ist eine große Verantwortung, die ich nun zwei Generationen gegenüber habe: Den Kindern und den Enkeln.

Kann sie das noch? Hat sie die Hunde noch im Griff oder die Hunde sie?

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Urlaub im Garten!

Urlaub im Garten!

Es ist Ferienzeit und jeder versucht sich ein Stückchen Urlaub zu nehmen, die meisten in Deutschland, denn Corona ist überall. Und da ist vermutlich Deutschland vertraut genug, um hier mit den Verboten besser klar zu kommen als im Ausland.

Ich freue mich, dass ich einen kleinen Garten habe. Darum muss ich nicht wegfahren, um Urlaub zu machen. Erstens, weil ich fast 100 Jahre bin und zweitens, weil ich vor nichts mehr viel Angst habe. (Außer vor dem Krieg.)

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Wozu in die Ferne schweifen?

Wozu in die Ferne schweifen?

Saskia saß vor der Haustüre und wartete auf ihre Eltern. Sie wollten zusammen in die Stadt gehen.

Als es ihr zu lange dauerte, begann sie sich das Umfeld näher anzusehen. Sie wohnten erst seit ein paar Tagen in ihrem neuen Haus und wollten noch die Umgebung kennenlernen. Sie blickte auf die gegenüberliegende Seite und sah die Wiese mit ihrem kräftigen grünen Gras. Sie schaute auf die Straße und als kein Auto kam, rannte sie hinüber, um auf der Wiese ein paar Purzelbäume zu schlagen. “Das kann ich ja schon ganz gut,” meinte die Kleine und versuchte die ersten Überschläge. Doch dabei bemerkte sie erst, dass die Wiese wie ein kleiner Berg war und lief weiter bis die Wiese zu einer geraden Fläche wurde, um Rad schlagen zu können. Dann erkannte sie, dass die ganze Wiese voller bunter Blumen war und dachte sich, den Eltern einen kleinen Strauß zu pflücken.

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Mit Fieber und Halsschmerzen nach Italien

Mit Fieber und Halsschmerzen nach Italien

Gerade hatte ich meine Arztrechnungen durchgeschaut und anschließend ein paar noch offenstehende Rechnungen beglichen, ertappte ich mich dabei, wie ich bei alten Krankenberichten hängen blieb. Mein Gott, was hatte ich schon alles vergessen, was ich mal hatte. Lauter Kleinigkeiten! Eine Bakerzyste, eine Zyste im Auge, einen Bauchdeckenriss, einen Fersensporn, einen Armbruch.

Ich blätterte weiter zurück. Ach ja, da hatte ich vor vielen,vielen, vielen Jahren mal eine Mandeloperation. Wenn ich daran denke, wird mir heute noch ganz schlecht. Zu der damaligen Zeit gab es noch keine Operation, es war so ein Zwischending. Tatort München.

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Graue Haare sind schön!

Graue Haare sind schön!

Heute werde ich mal keine Geschichte schreiben.

Stattdessen zeige ich Euch das Gesicht einer schönen, alten Frau. Silbergraues Haar hat sie und ein kleines Lächeln um ihren Mund, sie meditiert ein bisschen und ist trotzdem ganz bei sich und im Hier und Jetzt.

Solchen Frauen oder Großmüttern begegnen wir kaum noch, denn die meisten fühlen sich heute noch jung und wollen nicht das Alter zeigen. Wir färben unsere Haare, wir schminken uns, wir ziehen uns jugendlich an und ignorieren die schmerzenden Knochen.

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Auch ein Clown hat ein Herz, das zerbrechen kann

Auch ein Clown hat ein Herz, das zerbrechen kann

Ich bin ein Clown. Und mein Freund war auch ein Clown. Wir beide wussten schon sehr früh, dass das unsere Bestimmung war.

Wir sind in einer Zirkusfamilie aufgewachsen und so durchliefen wir einige verschiedene Berufsrichtungen wie Artistik oder  auch Kunststücke mit den Tieren vorzuführen. Doch wir blieben dabei ein Clown zu sein.

Über viele Jahre war das unsere Berufung und unser Beruf. Mein Freund und ich arbeiteten zusammen und nach einer ganzen Weile entwickelten wir auch eigene kleine Geschichten. In unserem Zirkus gab es nur Hunde und  Pferde, was uns eigentlich allen Spaß brachte. Aber wir machten unser Ding immer nur zu zweit. Mal war der eine, mal der andere die Dummbacke und wir genossen es, diese Rollen immer im Wechsel zu durchspielen. Ging die Show los, waren wir meist die ersten, die das Publikum ein bisschen munter machten, ehe wir wieder verschwanden. Natürlich blieben wir immer sehr aufgeregt, weil das Publikum als erstes auf uns reagierte und waren wir nicht gut genug, dauerte es oft sehr lang, ehe der fröhliche Funke übersprang. Aber wenn er es tat, fielen wir uns hinter der Bühne sofort in die Arme. Und das blieb über viele Jahre so. Bis…

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Wo ist der treue Besucher?

Wo ist der treue Besucher?

Heute muss ich mal wieder unbedingt von unserem jungen neuen Eichhörnchen erzählen. Seit Wochen war es fast das einzige Tierchen, das mir die Treue gehalten hat, weil ich nicht mehr fütterte. Trotzdem kam  das Kleine jeden Tag und sprang vom Gartentisch nach oben auf den hängenden Futterkorb und täglich war es enttäuscht, weil nichts im Korb lag. Aber vor ein paar Tagen legte ich dort wieder ein bisschen Futter aus, weil ich Sehnsucht nach all meinen Vögeln und weiteren Eichhörnchen hatte. Mein Eichhörnchen kam, sprang auf den Korb und erstarrte. Minutenlang. Dann fing es an zu hopsen in dem kleinen Futterkorb, so dass ich schon fast dachte, der Korb würde runterfallen, denn noch nie hatte er solch eine heftige Prüfung ertragen müssen wie just mit unseren kleinen Eichhörnchen.

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Der Abschlussball

Der Abschlussball

Dies ist der zweite Teil der Geschichte von vier Freundinnen, die im Jahre 1958 zusammen zur Tanzschule gingen (Teil 1).

Nach dem Mittelball war man sich schon ein bisschen vertrauter geworden und so wagten die Mädchen hin und wieder, sich bei den Jungs zu beschweren, wenn sie noch immer getreten wurden. Aber es war nun schon viel mehr Lachen in ihren Gesichtern. Zu Hause hingegen wurde gezeichnet, wie das Kleid für den Abschlussball aussehen sollte und fragte sich, wer den Stoff spendieren könnte.Schließlich ließ sich Hannelores Vater erweichen und spendierte ihr die Hälfte des Stoffes und die andere Hälfte kam vom Patenonkel.

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Tanzstunde Anno 1958

Tanzstunde Anno 1958

Es war das Jahr 1958 und Sabine, Frauke, Sigrid und Hannelore wollten in die Tanzstunde gehen. So war es damals auch die richtige Zeit, wenn man 17 Jahre alt war.

Aufgeregt meldeten sie sich an und ebenso aufgeregt begannen sie mit der ersten Stunde, wo ihnen die jungen Herren zugeteilt wurden. Sigrids Tanzherr sah ganz nett aus, aber die der anderen Mädchen bekamen Pickelgesichter und Zehentreter zu Partnern. Die Mädchen konnten meist schon ein paar Schritte tanzen, doch die Jungs hatten keine Ahnung, was Tanzen überhaupt heißt. Unentwegt latschten diese scheinbaren jungen Herren ihnen auf die Füße. Sie wurden rot, doch sie entschuldigten sich nicht.

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Es war doch so schön – warum?

Es war doch so schön – warum?

Er und sie hatten sich seit langem nicht gesehen. Und als sie sich wieder trafen, war keine Fremdheit zwischen ihnen, eher eine zerbrechliche Zartheit mit der sie einander wieder begegneten. Beide waren in die Jahre gekommen und es schien, als wollten sie etwas bewahren, was aus der Vergangenheit zwischen ihnen gewesen war. Sie verbrachten viele schöne Tage miteinander, erzählten nur wenig aus der Vergangenheit, aber viel von der Gegenwart, die im Augenblick ihre gemeinsame war.

Dann kam der Tag des Abschieds und er brachte sie zum Zug. Er umarmte sie und sagte:

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Ein Eichhörnchen, 2 Amseln und eine Rotkehlchenfamilie

Ein Eichhörnchen, 2 Amseln und eine Rotkehlchenfamilie

Heute habe ich mal einen sehr faulen Tag gehabt und ganz viel am Fenster gesessen und hinausgeschaut. Einmal, weil, wie schon so oft erwähnt, der Garten traumhaft schön aussieht und zum anderen, weil die Vögel mir große Freude bereitet haben. Und ich mit fast 80 Jahren auch mal faul sein darf.

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Wann sitzen die Enkel wieder auf meiner Bank?

Wann sitzen die Enkel wieder auf meiner Bank?

Unser Garten ist im Augenblick wunderschön und viele Vögel haben ihn ausgesucht, um dort für eine kleine Weile zu wohnen. Die Meisen tummeln sich inzwischen mit ihren Jungen, die Braunellen füttern ihre Familie und die Amseln haben sich ebenfalls erholt und ihre Krankheit überwunden. Unsere Azaleen plustern sich auf in lila,rosa weiß und gelb, während die Rhododendren mit ihnen rivalisieren und versuchen genauso lange zu blühen wie die spät blühende Kamelie.

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Das lange Warten auf das Ende

Das lange Warten auf das Ende

In den ersten Tagen, seit sie in der neuen Wohnung lebten, gefiel ihnen allen vieren, Papa, Mama und den beiden Mädchen, die fremde Umgebung sehr und sie eroberten das Haus, den Garten, die Straße, die kleinen Geschäfte. Doch die Tatsache, dass sie helfen sollten das Haus mit einzurichten, langweilte sie, denn sie wollten lieber spielen.

Statt sich zu freuen nun eigene Zimmer zu haben, hockten sie auf ihren Betten und langweilten sich. Bis die Mama kam und ihnen half, die Schränke einzuräumen. Saskia pflückte bald darauf Blumen im Garten und stellte sie in ihrem Zimmer auf den Tisch, während Biene ihre Eule holte, um sie am Fenster aufzuhängen. Und allmählich richteten sie ihre Zimmer nach ihrem Geschmack ein. So etwas muss man auch erst lernen, wenn man von heute auf morgen mehr Raum hat. Und allmählich waren alle zufrieden wie sie ihr Umfeld gestaltet hatten.

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Vater und Sohn – ein Geschenk

Vater und Sohn – ein Geschenk

Charly stand am Fenster und sah hinaus in den Garten. Alles war noch junger Frühling und vorsichtig fing eine erste Azalee an die Knospen leicht zu öffnen.

Er stand eine kleine Ewigkeit dort und überlegte, wie er seinem kleinen Sohn klarmachen sollte, dass er adoptiert sei. Es war jetzt der richtige Zeitpunkt, wo er dies dem Kleinen erzählen wollte. Er drehte sich um und sah Ben zu, wie dieser auf dem Boden seinen Bauernhof aufgebaut hatte. Mit seinen fünf Jahren war er ein geschickter Junge, der auch ganz allein fröhlich vor sich hinspielen konnte. Jetzt schaute er auf zu seinem Vater und fragte ihn, ob er später auch mal ein Bauer werden könnte.

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Der Apfel war schuld

Der Apfel war schuld

Es war noch früher Nachmittag, als Selma sich auf den Weg machte, um nach Hause zu gehen. Und wie so oft nahm sie jetzt häufig Umwege durch den Wald in Kauf und nicht wie zu Kinderzeit den direkten Weg nach Hause. Ein paar Minuten wollte sie heute mal wieder beim Bauern Bärholz anhalten, um wie früher einen Apfel bei ihm zu erstehen. Sie spazierte den Weg entlang und dann öffnete sich der Wald. Eine große saftige Wiese lud ein zum Obstgarten zu kommen. Am Ende eines längeren Weges stand das Bauernhaus, das so einladend aussah wie früher.

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Ich wollte auch mal Geld verdienen!

Ich wollte auch mal Geld verdienen!

Anfang der 50er Jahre hatte auch ich einige Ideen, wie ich unseren Geldbeutel mehr füllen könnte. Ich zog mich schäbig an, machte meinen Pullover ein bisschen schmutzig und zog Hosen an, die rundherum nicht passten. Dann nahm ich mein Schifferklavier und zog ein paar Straßen weiter, als unser Zuhause war, breitete eine Decke aus, genauso zerlumpt wie ich und dann begann ich zu singen. Erst ganz leise und verschämt, aber schon bald klang meine Stimme kräftiger und auch voller. Ganz allmählich fielen mir einige Lieder ein, die wir zu Hause gesungen hatten und ich begann mich wohl zu fühlen. Das Schifferklavier vor meinem Bauch saß noch nicht ganz richtig und ich musste einige male kräftig schnaufen, ehe Schifferklavier und ich richtig miteinander klar kamen.

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Samstag ist Badetag

Samstag ist Badetag

Anfang der 50er Jahre, so erinnere ich mich, badeten wir alle noch in einer langen Badewanne, die aus Zink war und samstags in unserer Küche stand. Unsere unglaubliche Mutter füllte viele Male die Wanne mit Wasser, das sie auf dem Küchenherd erhitzte. Meine Schwester stieg als erste hinein und begann sich zu recken und zu strecken. Ich durfte ihr mit gebührendem Abstand zuschauen, wie sie sich wusch, natürlich nur von hinten. Ihren Busen habe ich in jenen Zeiten nicht sehen dürfen.

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