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Heut bleibt bei uns die Küche kalt…

Heut bleibt bei uns die Küche kalt...

Großvater Paul und sein kleiner dreijähriger Enkel Paul wollten sich einen schönen Tag  machen. Sie beide ganz allein. 

Der kleine Paul war ein aufgeweckter Junge, der schon gut und klar die deutsche Sprache beherrschte. Er wollte als erstes ins Museum gehen, weil er unbedingt die Dinosaurier sehen musste, deren komplizierte Namen er sehr häufig schon richtig aussprechen konnte. Diplodocus ging ja noch, aber Lystrosaurus oder gar Eustreptospondylus bekam er ganz locker über die Lippen und für den Großvater war es schon fast eine Lehrstunde. 

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So einfach, und doch so schwer

So einfach, und doch so schwer

Sie stand am Fenster und starrte in den Regen. Die Tropfen spritzten und das Geräusch war das von vielen Soldaten, die die Straße lang marschierten.

Wieder hatte sie eine Nacht hinter sich gebracht, in der sie nicht mehr als zwei Stunden geschlafen hatte. Die restliche Zeit schlich quälend dahin und sie drehte sich ständig von einer Seite auf die andere. Die Gedanken verfolgten sie, die so unwichtig waren und meist haltlos. Zum Beispiel, dass sie ihre Mutter allein gelassen hatte, weil sie in die Ferne wollte. Sie war jetzt 60 Jahre alt, ihre Mutter längst tot und die ganze Geschichte über vierzig Jahre her. Was sollte das noch heute?  Hätte sie bei ihr bleiben müssen? 

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Nur Roboter am Telefon?

Nur Roboter am Telefon?

Immer, wenn man von Ämtern, Banken und  Krankenkassen etwas möchte, meldet sich so ein komischer Roboter. Jedes Mal wird mir Hoffnung gemacht, dass gleich eine Person PERSÖNLICH für mich da ist. Doch dann folgt prompt der nächste Roboter oder grausige Musik. Und ich fühle mich ausgeliefert.

Diesmal erging es mir so, weil ich meine EC-Karte verloren hatte und das machte mich sehr nervös. Ich wusste nicht, wann sie mir abhanden gekommen war und mir wurde ganz blümerant, weil mir dies das erste mal passierte. Meine Erfahrung also gleich null!

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In der roten Jacke im Garten tanzen

In der roten Jacke im Garten tanzen

Unsere zwölfjährige Nichte aus Namibia sollte für ein paar Monate zu uns nach Deutschland kommen. Ihre Tante wollte sie zu uns bringen, nachdem sie sich die ersten 14 Tage in Heidelberg ein bisschen eingelebt hatte. Aber was passierte? Die Tante hielt es keine Woche mit der Kleinen aus, die kaum redete, ungern in die deutsche Schule ging und überhaupt scheu und zurückgenommen war und blieb.

„Ich halte das nicht aus,“ meinte die Schwester der Mutter.“ sie redet nicht, sie sitzt irgendwo in der Ecke und es ist egal, was immer wir ihr vorschlagen, nichts will sie tun. Wir bringen sie jetzt so schnell wie möglich zu Euch nach Hamburg.“ 

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Großmutter – allein zu Haus!

Großmutter – allein zu Haus!

Nein, nicht alleine, denn es sind Ferien und  sie hat einen Hund und zwei Vögel der Kinder zum Vergnügen und Versorgen um sich.

Die Vögel vergnügen sich alleine, da sie nicht alleine, sondern zu zweit sind. Und der Hund, eine französischen Bulldogge, möchte da schon mehr von mir und ich bin gespannt welche Herausforderungen ich mich stellen muss.

Das fängt schon damit an, dass man nie das Gefühl hat allein zu sein, weil die Geräuschkulisse den ganzen Tag läuft. Man muss den Hund nur suchen, wenn er kein Geräusch von sich gibt, weil dann der Kleine etwas im Sinn hat. Ansonsten schnauft er öfter wie ein Baby in höchsten Tönen.Oder er grunzt wie ein mittelgrosses Schwein, um am Ende wie eine verrostete Kaffeemaschine zu krächzen. Und damit Ihr wisst, dass ich, die Großmutter, nicht übertreibe, möchte ich nur kurz ein paar kleine Begebenheiten berichten und Ihr könnt Euer Urteil selber fällen, wie raffiniert, dumm, intelligent oder einfach nur schlau und entspannt dieser Hund ist.

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Das Ende einer Liebe?

Das Ende einer Liebe?

Hannerl ging es nicht gut. Seit Wochen schon hatte sie immer mal Fieber und Gleichgewichtsstörungen. Ein andermal rutschten ihre Beine weg. Sie hatte ihren Eltern davon geschrieben und die meinten, sie solle für eine Weile nach Hause kommen, um sich mal untersuchen zu lassen. Und da auch in Lizzys Leben sich etwas veränderte, beschlossen die beiden, ihre Wohnung zur gleichen Zeit aufzugeben. Lizzy würde entweder in Hannover oder in Hamburg das Märchenbuch illustrieren. Man wollte ihr noch Bescheid geben.

Zunächst bat man sie nach Hamburg, wo sie für 4 Wochen blieb, um die Aufgabe zu besprechen, während Hannerl in Bebra von ihren Eltern wieder aufgenommen wurde, die sich große Sorgen um sie machten.

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Zu dick oder zu dünn?

Zu dick oder zu dünn?

Lieber Edward,

manchmal muss auch erst einmal etwas passieren, damit man erkennt, wie viel einem der andere bedeutet. Ich weiß das auch erst jetzt so ganz richtig. Ich wollte es lange nicht wahrhaben, weil es gut ist frei zu sein, wenn man noch so jung ist. Doch dann kommt so ein unverhoffter Moment, eine wunderschöne Begegnung  und alles ist anders. Das musste ich mir erst einmal eingestehen. Tagelang habe ich mir die Augen ausgeheult, weil ich Dich nicht verstanden habe. Vor allem aber, weil Du mir nicht erklärt hast, was los war. Du Dummbacke!

Ich habe Dich lieb und sehe Dich, wenn ich Dich sehe.

Deine Lizzy

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Der Abschiedsbrief

Der Abschiedsbrief

Der letzte Tag brach an und alle wollten nochmal Skifahren. Lizzy winkte ihnen zu, um ihnen das Gefühl zu geben, dass alles gut sei. Aber es reute sie doch sehr, dass sie nicht mehr weiter üben konnte. Also holte sie wieder ihren Zeichenblock, Bleistift, Rödel und Kohlestift, um weiter eine lockere Hand zu kriegen. 

Inzwischen waren Fotografen vom Tal gekommen, die vor Ort anfingen ihre Apparate auszupacken, um zu fotografieren. Interessiert schaute sie zu. Dann kamen die Fotomodelle, schminkten sich oder ließen sich schminken und es wurde spannender für Lizzy zuzuschauen, wie man ein Gesicht verändern konnte.Die Kameras wurden hin und hergeschoben, das Licht schien alle ein bisschen verrückt zu machen und hin und wieder entstand schon mal ein Foto. Skistöcke wurden gebraucht, eine Sonnenbrille und alle sollten sich etwas entspannen. Der Fotograf kam auf Lizzy zu und sie dachte, sie solle aus dem Bild gehen. Doch er fragte sie, ob sie nicht mitmachen wolle, das würde die Szene ein bisschen auflockern.

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Skifahren auf der Alpspitze

Skifahren auf der Alpspitze

Noch einige male kam Edward, um dann für mehrere Wochen in Klausur zu gehen. Er musste für sein Studium lernen,das war wieder dran. Er erzählte Lizzy, dass ihm sein Studium zum Ingenieur großen Spaß bereite und er sich schon auf die Zeit freue, wenn er im Beruf stehen würde. Zwischenrein musste er natürlich arbeiten, um sein Studium weiter finanzieren zu können. Inzwischen wusste sie auch, dass sein Vater Pastor war und er noch 6 Geschwister hatte.

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Eine Doppelgängerin in Schweden

Eine Doppelgängerin in Schweden

Es war zu Beginn der 60iger Jahre, da beschlossen Johanna und Elisabeth nach den letzten Prüfungen ihrer Schule und Lehre nach München zu gehen. Sie hatten beide ein bisschen Geld gespart, um in München ein neues Leben zu beginnen. Die Eltern waren zwar dagegen, doch sie waren nicht zu bremsen und durften schließlich in die große weite Welt ziehen. Aller Anfang war schwer. Johanna bekam jedoch bald eine Stelle als Schaufensterdekorateur, musste allerdings auch mit verkaufen, während Elisabeth länger suchte, um wenigstens als Plakatmaler einen Arbeitsplatz zu bekommen. München war voller Künstler, die Bezahlung schlecht und meist reichte ein Arbeitsplatz allein nicht aus, um zu überleben. Johanna spielte abends noch Bedienung in einer Jugendkneipe und Elisabeth sang Schlager aus der Zeit…

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Karl Lagerfeld hatte recht!

Karl Lagerfeld hatte recht!

So, Ihr lieben Frauen, der Sommer kann kommen…

Corona ist erst einmal ausgeblendet und unser Kleiderschrank wird wieder neugierig und voller Freude geöffnet. 

Was passt noch von all den Röcken, Blusen und Gürteln? Sind die Farben noch schön und aktuell? Welche Überraschungen gibt es, weil das eine oder andere Teil vielleicht ein bisschen eng geworden ist. Möglicherweise wurde es auch zu klein gekauft oder Corona sich zu breit gemacht hatte.

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Freundschaften von damals

Freundschaften von damals

Wie immer …

Es war kein jungfräulicher guter Morgen mehr, sondern schon ein in die Jahre gekommener Vormittag, als mein Paul und ich uns an den Frühstückstisch begaben. Auch wir beide mit unseren über 70 Jahren waren schon angegraut, doch vom Gefühl her noch aufgekratzt und zufrieden.

Gemütlich goss ich den Kaffee ein, während Paul unsere Semmel durchschnitt, um mir, so wie immer, den oberen Teil vom Brötchen zu geben, während er, auch so wie immer, zufrieden in den unteren Teil biss, nachdem er Butter und Marmelade drauf gestrichen hatte. Und so saßen wir schweigend und zufrieden da.

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Endlich vorbei!

Endlich vorbei!

Endlich konnten sich die beiden Freundinnen wiedersehen und umarmten sich das erste mal nach langer Zeit.

Beide hatten die zweite Impfung hinter sich und genossen diesen ersten Augenblick. 

Und dann, fast zur gleichen Zeit fingen sie an zu reden und jede versuchte der anderen den Vortritt zu lassen. Sie gaben schließlich auf und heulten fast, weil sie beide großen Kummer hinter sich gelassen hatten.

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Nicht nur Vögel haben Flügel

Nicht nur Vögel haben Flügel

„Am liebsten wäre ich wie ein Vogel oder Engel davon geflogen, wenn ich als Kind sehr traurig war. Oder ich wollte wenigstens Flügel haben, um das Leben von oben zu sehen, von wo aus alles so viel schöner und ganz klein aussehen musste. Und so aufgeräumt und sauber.“

Dies sagte die Großmutter zu Suse, als diese ganz traurig zu ihr gelaufen kam, weil ihr kleiner Wellensittich einfach von der Stange gefallen und tot war.

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Familientreffen mit bitterem Nachgeschmack

Familientreffen mit bitterem Nachgeschmack

Luithilde, die bayerische Kusine von Veronika, wartete schon beim Friseur auf sie, denn erstens hatten sie sich schon so lange nicht mehr gesehen und zweitens war der Friseur wieder freigegeben, so dass sie sich dort endlich mal wieder treffen konnten.

Diese blöde Pandemie! Keiner konnte mehr mit dem anderen richtig umgehen. Man traute sich nicht, Familie und Freunde wie früher zu umarmen und vor allem hatte man auch nie richtig im Kopf was gerade erlaubt und nicht erlaubt war.

Da rauschte Veronika ins Haus, begrüßte, leicht die Hand erhebend, die Belegschaft des Friseurs, um sich dann suchend nach Luithilde umzusehen. Diese hatte sie natürlich gleich erkannt, denn Veronika musste immer ein bisschen theatralisch sein. Das lag ihr im Blut.

„Luithilde, ach was, wie immer Tilly, wie geht es Dir? Wir haben uns ja lange nicht gesehen. Nicht nur die Pandemie war daran schuld, es war auch die Zeit, die wir damals nicht hatten!“ Dabei vergaß sie, dass sie jede Einladung ihrer Kusine ausgeschlagen hatte. Warum auch immer.

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Findet die Elster-Mutter ihr verletztes Kind?

Findet die Elster-Mutter ihr verletztes Kind?

So ein Putztag in Haus und Garten ist sicherlich für viele langweilig und fad. Ich finde aber meist irgendetwas, was mir dabei Freude macht. Und ich denke, so sollte es sein: In allen Dingen, die man tut, noch etwas Schönes entdecken.

Gestern morgen habe ich zum Beispiel im Garten neben unserer Veranda eine kleine noch nicht fertig ausgewachsene Elster gefunden. Sie war vermutlich aus dem Nest gefallen und hatte noch nicht alle Federn dort, wo sie hingehörten. Als ich näher kam, versteckte sie sich unter der Tischdecke auf der Veranda. Sie hatte Angst. Und die konnte ich ihr auch den ganzen Tag nicht nehmen. 

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Frühjahrsputz für Haus und Garten

Frühjahrsputz für Haus und Garten

Eigentlich wollte ich, nachdem ich gestern noch den Rasen gemäht hatte, heute im Garten weiter arbeiten. Doch das Wetter war noch grauenhafter als der Wetterbericht es angedroht hatte. Es stürmte, es regnete, es war kalt und nichts konnte mich dazu bringen nach draußen zu gehen. Was macht man also mit so einem Tag, der dann doch nicht so stattfinden kann wie man eigentlich wollte? Man beginnt den Frühjahrsputz im Hause.

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Der Garten ruft, doch das Fahrgestell will nicht so richtig

Der Garten ruft, doch das Fahrgestell will nicht so richtig

Jetzt kann ich mich nicht mehr länger drücken und die Arbeit, die mich  im Garten erwartet, ignorieren. Eigentlich eine wunderschöne Beschäftigung, vor allem, weil man im Kleinen an jeder Stelle gestalten kann. Aber ich finde, selbst wenn der Himmel seit Tagen schon blau ist, bleibt die Kälte. Und damit braucht die Natur auch viel länger, um aufzuwachen. Und ich finde es auch noch ungemütlich bei der Kälte im Garten zu arbeiten.

Doch gestern  ging ich in den Garten und fing endlich wieder an Unkraut zu zupfen. Und das wartete nicht so lange bis es wärmer wurde, sondern guckte schon wieder an allen Stellen ziemlich frech aus dem Boden. Doch bevor ich damit anfing, kontrollierte ich erst einmal den Teich. Ja, die Seerosen fingen schon an und zeigten die Blätter, aber es gab noch nichts, was sich sonst schon immer um diese Zeit im Wasser tummelte: die Kaulquappen. Ob ich das Wasser mal ein bisschen anwärmen sollte, damit die Kaulquappen warme Füßchen, sprich Wackelschwänzchen bekommen sollten. Oder ihnen Wärmflaschen geben?

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Bruder, wo bist Du jetzt?

Bruder, wo bist Du jetzt?

Ich hatte mal einen Bruder…

Durch ihn habe ich meinen ersten Zahn verloren – er war so ein hübsches Kind und er hatte lange Locken. Ich flocht ihm Zöpfe,  die ich mit Zwirn abband. Er ließ sich das gefallen, bis sein wilder Zwillingsbruder rief:

„Du siehst aus wie ein Mädchen!“ – Und mein sanfter Bruder wurde das erste mal wütend auf mich und rief, ich solle ihm die Zöpfe wieder wegnehmen. Er sei kein Mädchen! Der Zwirn aber hielt die Zöpfe so fest, dass ich sie mit den Zähnen auseinander reißen musste. Dabei verlor ich meinen ersten Zahn. 

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Getragen werden, wie ein Kind

Getragen werden, wie ein Kind

Es war noch früher Morgen und ich wusste, dass ich in einer halben Stunde aus dem Haus musste, weil ich einen Termin hatte.

Es schneite kleine niedliche Flocken, doch als ich gerade dick angezogen aus dem Haus spazieren wollte, konnte ich kaum noch die andere Straßenseite sehen. Die Flocken waren dick und wirbelten durcheinander. 

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Ich glaube, ich möchte heiraten!

Ich glaube, ich möchte heiraten!

Eigentlich sollte ich Euch die Geschichte vom Großvater Alois, Alia und Sofia fertig erzählen, soweit ich sie noch erzählen kann. Ich will mich einfach nicht mehr ärgern über Corona und den ganzen Kladderadatsch.

Also das Kochen klappte nun bei Alois schon recht gut und hin und wieder ließ Sofia ihn schon alleine kochen, meist mit dem wichtigen Hinweis: „Immer gute lesen! Dann gibt nicht so viele Fehler. Und Du bist doch intelligente.“

Schon viele Male hat er, wann immer Sofia Sehnsucht nach italienischer Küche hatte, Spaghetti Bolognese gekocht und das war für alle jedes mal ein kleiner Festschmaus.

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Corona macht uns alle mütend!

Corona macht uns alle mütend!

Allmählich geht mir die Puste aus und ich habe die Nase voll von Corona. Ich habe so viel getan, um Euch und mich zu ermuntern. Nichts geht jetzt mehr. Alle Welt ist deprimiert.

Anfangs dachte ich, es sei schön, dass wir unsere hektische Zeit einmal entschleunigen. Ich habe Bilder gemalt. Dann wurden Wände daraus, weil die Idee die eigenen Wände anzumalen Euch und auch mich vielleicht in diesen Zeiten begeistern könnten. Und das stimmte eine ganze Weile auch. Manch einer fühlte sich ein bisschen angeregt. Es mussten ja nicht immer Wände und Türen sein, wie ich hörte. Auch kleine Untersetzen aus Holz reichten schon, um kreativ zu sein oder zu werden. 

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Kreppeln zu Kaffee und Tee

Kreppeln zu Kaffee und Tee

Alois und Sofia putzten, wuschen, dünsteten und kochten Gemüse und Kartoffeln. Es sollten Übungen sein, wie lange zum Beispiel die Wurzeln brauchten, um gar zu werden. Oder wie lange der Wirsing brauchte oder der Weißkohl, um bissfest zu sein.

Manchmal brutzelten sie eine Pfanne mit vielen unterschiedlichen Gemüsesorten und fingen mit dem Gemüse an, das am längsten brauchte. Und Sofia spürte jeden Tag mehr, dass Alois Spaß daran hatte das Kochen zu erlernen. Seine Finger hielten die Kartoffel nicht mehr so ungeschickt wie am Anfang, wo sie ständig durch seine Finger rutschten, er liebte es die verschiedenen Gemüsearten immer wieder anders zu schneiden und die Kartoffel entwickelte sich zu einem besonderen bildhauerischen Objekt. Mal rund, mal eckig, mal flach, mal dreieckig.

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Mit Grüner Soße in die Vergangenheit

Mit Grüner Soße in die Vergangenheit

Seit vielen Tagen war Alois nun schon dabei das Kochen zu erlernen. Als er mit Sofia das letzte mal gemeinsam eine Suppe gekocht hat, war es eine eigentlich leckere Erbsensuppe. Aber irgendetwas stimmte im Geruch nicht und auch der Nachgeschmack war ziemlich komisch, um nicht zu sagen schlecht. Und als Alia schließlich fragte, was die Suppe so unangenehm gemacht habe, gestand der Großvater, dass er das Essen hatte anbrennen lassen. Das wäre ja eigentlich noch gar nicht so schlimm gewesen. Wenn er den Topf mit der Suppe gewechselt hätte und das, was am Boden des Topfes war, am Boden gelassen hätte. Aber er war gründlich und kratzte alles vom Boden ab und ließ es als Geschmacksverstärker in der Suppe. Für ihn war es das Gewürz der Seligen, weil es vielen Menschen passierte, dass etwas anbrannte. Für Alia eine kleine Strafe Gottes am Essen, weil der Großvater nicht aufgepasst hatte. Aber der war sich keiner Schuld bewusst, weil er des öfteren die Suppe in dieser Geschmacksrichtung essen musste, als er noch Kind war.

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Das ist Luxus – auch während Corona

Das ist Luxus – auch während Corona

Für viele Tage hatte der Schnee die Landschaft sanft und sauber gezaubert und wir mussten in keine Wunden oder schwarze Löcher sehen, denn alles sah wunderschön aus. Unsere Herzen und unsere Lebensfreude waren wieder da und wir warfen uns ins Leben.

Doch dann kam der Sturm, der Regen und die  Wärme. Die märchenhafte Schneelandschaft wurde zerstört und wir fingen an zu schwitzen und zu frieren. Der Körper wusste einfach nicht mehr, wie er damit umgehen sollte. Selbst kleine Kinder bekamen Kopfschmerzen und das neue Wetter zeigte uns, dass der Klimawandel um die Ecke sah. Mal wieder, wie so oft in den letzten Jahren. 

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Guten Appetit!

Guten Appetit!

Täglich in froher Erwartung ist Alia nun und freut sich über den Großvater und sein Essen. Und wenn sie mal ein bisschen mehr Zeit hat, wird sie einige seiner Rezepte, die er gekocht hat, aufschreiben.Bis dahin muss er aber noch ganz viel mit Sofia üben. Doch darüber wird er erst erzählen wollen, wenn die schlimmsten Phasen der Überforderung hinter ihm liegen.

Bis dahin grüße ich Alia und erwarte ihre Rezepte. Oder auch nicht! Das kommt auf das Essen und den Großvater an. Und wie oft er das Essen anbrennen ließ.

Alles wird gut!

Ein Nudelauflauf – ein Wunder

Ein Nudelauflauf – ein Wunder

Am nächsten morgen, gleich, nachdem Alia in der Schule war, machten sich Sofia und der Großvater auf, einzukaufen. Zuerst wollten sie die Grundnahrungsmittel besorgen wie Salz, Mehl. Nudeln, Reis, Haferflocken und weitere Gewürze wie Muskat, Kurkuma, Pfeffer, einschließlich Essig, Öl, Senf und Honig statt Zucker und auf keinen Fall Kartoffeln. Davon hatten sie noch immer zu viele. 

Anschließend kauften sie Gemüse, Fleisch und Eiern ein, um für die Woche schon Essen zubereiten zu können. Alle diese guten Gaben packten sie in einen Bollerwagen und gemeinsam zogen sie ihn zu Großvaters  Haus.

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