Posts Tagged Tochter

Vom Drang, die Welt zu retten, zur Erkenntnis, sich selbst zu verstehen

Vom Drang, die Welt zu retten, zur Erkenntnis, sich selbst zu verstehen

„Will nur nochmal ganz schnell die Welt retten. Habe ein Lied gehört mit diesem Refrain. Den Rest habe ich kaum verstanden. Aber der Titel gefiel mir sehr gut zu versuchen, die Welt zu retten. Nur, wie macht man das? Schließlich bin ich 55 und glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann, höchstens daran, dass irgendwann alles gut wird. Aber wann ist alles gut? Ich schaffe es ja noch nicht einmal, streitfrei mit meiner Tochter zu kommunizieren. Unentwegt geht sie rücksichtslos mit ihrer Wahrheit um. Aber ihre Wahrheit ist nicht meine Wahrheit!“ Seufzend setzte Martha sich auf die Bank und spielte ein bisschen mit dem Handy. Eigentlich wollte sie ihre Tochter anrufen, weil es ihr nicht gefiel, immer nur böse Worte mit ihr zu tauschen.

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Die Mutter lebt in den Sagen und Geschichten ihrer Tochter weiter

Die Mutter lebt in den Sagen und Geschichten ihrer Tochter weiter

Henri saß vor seinem Haus auf der Steintreppe und dachte lange über seine Tochter nach. Seine Frau starb, da war Sybilla 6 Jahre und seitdem lebten die beiden allein. Ihr Bekanntenkreis war nicht riesengroß und erst als Sybilla so an die 13 bis  14 Jahre alt war, sie lebendig und hübsch wurde, füllte sich das Haus mit vielen jungen Leuten.

Sybillas Mutter war Isländerin und neigte zum vielen Geschichten erzählen, Gnomen, Trollen und anderen Geistern und das tat Sybilla nun auch. Oft spukte sie mit anderen Mädchen rum, zeichnete engelsgleiche Wesen an den Himmel und träumte sich in die Zeit, als ihre Mutter noch auf Island lebte und Träume erfand.

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Der Schmerz, das eigene Kind zu verlieren

Der Schmerz, das eigene Kind zu verlieren

Lange starrte sie in den Garten und wunderte sich, warum das Feuerdorn so braun war, bis ihr einfiel, dass die Sonne zu heiß schien und die Blüten verbrannten.

Warum ist alles meist zu viel oder zu wenig, dachte sie und versank wieder ins Grübeln.

In ihren Händen hielt sie noch immer diesen Brief, der sie so erschüttert hatte, dass sie kaum richtig denken konnte. Ein Brief vom Amtsgericht, wo ihr mitgeteilt wurde, dass ihre Tochter gestorben sei.

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